Individuelles Fordern
und Fördern

Es ist eine Herausforderung, jedes Kind bezogen auf seine individuellen Stärken und Schwächen durch differenzierenden Unterricht und ein anregungsreiches Schulleben nachhaltig zu fordern und zu fördern. Dies schließt individuelle Hilfen für Kinder mit Lernrückständen oder besonderen Problemen beim Lernen ebenso ein wie die Förderung von besonderen Begabungen und Neigungen. Grundlegend hierfür ist die Kenntnis der individuellen Lernausgangslage. Fortlaufende Beobachtungen und Diagnostik der Lernentwicklung als Grundlage der individuellen Förderung, z. B. im Förderband, sind unumgänglich.

Deutsch als Zweitsprache,
kurz DaZ

Der DaZ-Unterricht in der Grundschule ist für den schulischen Erfolg und die erfolgreiche Integration der fremdsprachlichen Schülerinnen und Schüler äußerst wichtig. Zusätzlich zur individuellen Förderung im Klassenverband werden DaZ- Kleingruppen gebildet. Alter, Sprachstand und Unterrichtsthemen des Regelunterrichts bestimmen die Förderinhalte. Eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des DaZ-Unterrichts ist die enge Zusammenarbeit der Lehr- und DaZ-Kräfte, regelmäßiger Austausch und Absprachen.
Neben der Initiierung von Sprachanlässen aus der Lebenswelt des Kindes, wie „meine Familie, meine Freunde, in der Schule, mein Körper“ u.v.m. werden Bildkarten, Bilderbücher, Reime, Lieder und auch Spiele im DaZ-Unterricht eingesetzt.

Für die Arbeitsphasen des Klassenunterrichts steht spezielles Arbeitsmaterial zur Verfügung, das situativ passend eingesetzt werden kann. In näherer Zukunft wird auch der Einsatz von Tablets (mit speziellen DaZ-Apps ausgestattet) zu einem bedeutenden Bestandteil der DaZ-Förderung werden.
Wichtig für das Gelingen des DaZ-Unterrichts ist die wertschätzende Haltung gegenüber den verschiedenen Herkunftssprachen. So begreifen die Kinder ihre Mehrsprachigkeit als Bereicherung und als zusätzliche Kompetenz. Auf diese Weise kann der DaZ-Unterricht wesentlich zu einer erfolgreichen Integration beitragen.

Inklusion an der
Gallenbergschule

Im Rahmen der Inklusion ist die Grundschule Auf dem Gallenberg in der Lage, Schüler mit allen Förderschwerpunkten zu fördern. Der behindertengerechte Neubau und die gemeinsame Förderung durch Sonderpädagogen und Grundschullehrkräfte sind hierfür wichtige Voraussetzungen. Die gemeinsame Beschulung von Förder- und Regelschülern ermöglicht gemeinsames Lernen und Erleben.
Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden vorrangig im Klassenverband gefördert, aber auch zeitweise innerhalb von kleinen Fördergruppen. Diese werden häufig auch von Schülerinnen und Schüler ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in Anspruch genommen, um ein mit- und voneinander Lernen zu ermöglichen.

Sie werden öfter klassen- oder auch jahrgangsübergeifend gebildet. Die Unterrichtsorganisation und -gestaltung richtet sich nach dem individuellen Bedarf der Förderschüler und wird regelmäßig zwischen Klassenlehrer und Förderlehrer abgestimmt. Sie entscheiden situativ, ob Einzel-, Kleingruppenförderung oder gemeinsames Unterrichten im Team sinnvoll ist. Das Teamteaching unterstützt den Gedanken der Inklusion in besonderer Weise. Alle Kinder erleben diesen Unterricht gemeinschaftlich, in dem ein hohes Maß an Differenzierung für alle Kinder der Klasse möglich wird.

Förderung von
Begabungen

Besonders begabte oder engagierte Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit an zusätzlichen Arbeitsgemeinschaften teilzunehmen.
In diesem Jahr konnten wir eine Fußball- und eine Theater-AG anbieten. Weitere Fördermaßnahmen finden Sie im Folgenden:

Jedem Kind Instrument,
Tanzen oder Singen – JeKits

Bei diesem Bildungsprogramm für NRW handelt es sich um die Förderung musischer Talente. „JeKits“- bedeutet „Jedem Kind Instrument, Tanzen oder Singen“.

In Zusammenarbeit mit der Musikschule Olpe haben unsere Kinder die Möglichkeit, im Sinne der Chancengleichheit, unabhängig von der Herkunft sich im Instrumentalunterricht zu versuchen.

LEGO education
WeDo 2.0

Bereits in der Grundschule soll auf Initiative des Schulministeriums NRW damit begonnen werden, bei Schülerinnen und Schülern technische Fähigkeiten aufzubauen. Diese sollen es ihnen später ermöglichen, leichter und erfolgreich am sozialen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen. Dazu benötigen sie verstärkt umfangreiches Wissen in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sowie die Fähigkeit, Probleme selbstständig zu erkennen, zu lösen und vermeintlich sichere Erkenntnisse immer wieder kritisch zu hinterfragen. Praxisnahes Lernen durch Programmieren: Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit selbstständig Themen aus ihrer realen Umwelt zu erarbeiten. Durch das Bauen von Modellen (Fahrzeugen und Maschinen: LEGO) wird die Kreativität und die Motivation der Kinder für problemlösendes Arbeiten mit ansprechenden Materialien und übersichtlich gestalteten Bauplänen angeregt.

 

Im Anschluss wird das Fahrzeug mithilfe des Programms WeDo 2.0 programmiert. Dabei erlernen die Kinder die elementare Logik des Programmierens und werden animiert Probleme zu erkennen und kreative Lösungen zu entwickeln. Über die Maßnahme hinaus, erweitern die Schülerinnen und Schüler mit den angeschafften I-Pads ihre medialen Kompetenzen, indem die I-Pads auch in anderen Fächern eingesetzt und die Kinder im Umgang damit angeleitet werden (siehe Medienkonzept: Pilotierungsphase Grundschulen Gallenberg und Düringerschule). In der Praxis wird der Einsatz der I-Pads auf andere Fächer übertragen, indem z.B. gezielt Apps eingesetzt werden können und die Kinder somit ihr Handlungsspektrum erweitern.

Zu einem Beispiel
(öffnet mp4 – Lego Education) >

„Die Schülerinnen und Schüler erwerben Kenntnisse und Fähigkeiten in der Nutzung der I-Pads, indem sie z.B. einen Tabletführerschein erwerben. Sie üben Rituale der Nutzung von I-Pads im Unterricht ein und erarbeiten Regeln für einen verantwortungsvollen Umgang mit I-Pads.“ (Zitat: Medienkonzept der Gallenberg und Düringerschule). Während der Pilotphase bilden sich interessierte Kolleginnen und Kollegen der Schulen durchgängig fort, um den Kindern als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Klasse2000
Gesundheitsförderung

Im Verlauf des Projektes werden die Kinder mit Funktionen des Körpers, insbesondere der Atmung und des Herz-Kreislauf-Systems, vertraut gemacht. Weitere Bestandteile sind u.a. Bewegung und Entspannung z. B. durch das Förderprogramm „Bildung kommt ins Gleichgewicht“. Auch die Erfahrung der Sinne, soziales Lernen und Ernährung wird unterstützt. Lehrkräfte und externe Gesundheitsförderer führen im Rahmen von Klasse2000 jährlich bis zu 12 Unterrichtseinheiten durch.

 

Sie erhalten dafür gut ausgearbeitete Unterrichtsvorschläge, die sie entsprechend der Lehrpläne ihres Bundeslandes einsetzen können. Jedes Kind bekommt pro Schuljahr eine eigene Arbeitsmappe, die zusammen mit weiteren Unterrichtsmaterialien von Klasse2000 in den Schulen verteilt wird. Der Klasse2000-Unterrichtsplan weist bereits Bezüge zu den Lehrplänen auf. Die Methodik setzt auf spielerisches und handlungsorientiertes Lernen.

Haus der kleinen Forscher
(NANO-Forscher)

In unserer technologieorientierten Gesellschaft wächst die Bedeutung der naturwissenschaftlichen und technischen (Früh-)Bildung. Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstützt daher mit Fortbildungsangeboten und Materialien pädagogische Fachkräfte dabei, den großen Forschergeist von Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter zu begleiten. Das „Haus der kleinen Forscher“ ist mittlerweile die größte Frühbildungsinitiative Deutschlands.
Die meisten Kinder sind von sich aus neugierig und interessiert an Naturphänomenen. Mit dem „Haus der kleinen Forscher“ können sich pädagogische Fachkräfte kontinuierlich fortbilden, um dieses natürliche Interesse der Kinder entwicklungsangemessen zu begleiten. Die pädagogisch-didaktische Grundlage basiert dabei auf den Erkenntnissen des Projekts „Natur-Wissen schaffen“ der Deutsche Telekom Stiftung, welches von Wassilios E. Fthenakis, Professor für Entwicklungspsychologie und Anthropologie, geleitet wird.