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Über die Mathambo Schule
Spendenurkunde Mathambo 2016

                Die Mathambo Schule in Zimbabwe

 

Die Mathambo Schule habe ich bisher zweimal besucht, 2014 und 2016. Sie liegt in einer dünn besiedelten Buschlandschaft im Westen vom Zimbabwe (Matabeleland), dem früheren Rhodesien.
Der Kontakt zu dieser Schule entstand durch zwei Zwillingsmädchen, Previous und Precious, die ich  1995 
im St. Lukes Hospital, behandelt hatte.
Dieses Missionshospital -etwa 25 km entfernt von der Schule- wurde viele Jahre von dem deutschen Arzt Dr. Schales geleitet. Die Mädchen waren damals sechs Monate alt und wogen jede drei KG.
Sie überlebten trotz der extremen Mangelernährung. Ihre Mutter verstarb damals an AIDS, ihr Vater war schon verstorben.

Sie wurden zunächst von ihrer 14-jährigen Schwester und von verschiedenen Mitgliedern der Familie großgezogen.
Jetzt leben sie bei ihrem 60-jährigen Großvater, der sie sehr gut betreut.

Seit 1995 habe ich die Mädchen begleitet und sie 2014 zum ersten Mal wiedergesehen, sie waren immer noch sehr dünn, aber gesund. 

Ihre Schule heißt Mathambo School und besteht aus eingeschossigen, sauberen Klassenräume.
625 Schüler besuchen die Schule, davon 127 die Vorschule und 498 Grundschüler die Klassen 1-7 .
Ca. 50- 60 Kinder lernen in jeder Klasse. 
Eine Klasse wurde unter einem Baum unterrichtet, der Schatten in der Mittagshitze spendet. Die Kinder sind fröhlich und schauen die fremden Besucher mit lachenden, neugierigen Augen an. Die Schulwege sind lang, bis zu zwei Stunden zu Fuß durch den Busch.

In den Pausen laufen die Kinder zur Wasserpumpe und
trinken.
“Gibt es auch etwas zu essen in der Schule?”, frage ich.
“Nein”, sagt der Direktor, “viele Kinder kommen ohne Frühstück zur Schule, sind ein bis zwei Stunden im Busch unterwegs und müssen dann mit leerem Magen wieder auf den Heimweg. Manche essen wilde Früchte, die sie auf dem Schulweg finden. Von der Regierung bekommen wir nichts, um die Kinder zu ernähren. Die Eltern sind zu arm, um Geld für eine Schulspeisung zu zahlen. In vielen Familien gibt es nur eine  Mahlzeit am Tag.”

Die Menschen im Matabeleland leben vom Ackerbau. Sie bauen Mais und Gemüse auf Feldern an, die in der Nähe ihrer Hütten liegen. 

Durch eine lang anhaltende Dürre ist die Ernte in diesem Jahr ausgefallen. In diesem Teil des Landes herrschen Mangelernährung und Hunger. Die nächste Ernte ist erst im Mai/Juni 2017 möglich.

 

Durch eine private Spendenaktion im Februar 2016 konnte an der Mathamboschule seit März erstmals eine Schulspeisung angeboten werden. Die Kinder bekommen morgens Haferbrei und Mittags ein Mais- oder Reisgericht mit Bohnen oder Soja. Das Essen wird von den Eltern gekocht, die auch das Feuerholz mitbringen.

 

Die Organisation der Schulspeisung wird von lokalen Mitarbeitern des Afrikaprojekts Dr.Schales
durchgeführt (www.afrikaprojekt-schales.de)

Diese von den Kindern von Dr. Schales im Saarland gegründete Organisation unterstützt das St. Lukes Mission Hospital und mehrere Schulen im Umkreis.

Auch nach Ende seiner ärztlichen Tätigkeit wird Dr. Schales, der ein guter Freund des verstorbenen Rupert Neudeck war, dauerhaft vor Ort leben und die Projekte überwachen.

Ich kenne Dr. Schales und die Mitarbeiter seiner Organisation seit 2004 persönlich und verbürge mich für die richtige Verwendung der Spenden.

 

Olpe, 1.6.2016

Dr. Gerd Reichenbach