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Chronik

Die Schule(n) am Gallenberg

Bis zur Schulreform 1968 war am Gallenberg die Evangelische Volksschule untergebracht. Mit der Schulreform wurden die Volksschulen aufgelöst. Bis dahin besuchten alle Schüler der Klassen 1 bis 4 und die meisten auch die Klassen 5 bis 8 die Volksschule, um dann in der Regel im Alter von 14 Jahren ins Berufsleben entlassen zu werden. Der Wechsel zum Gymnasium war nach der 4. und 5. Klasse der Volksschule möglich. Nach 1968 gab es als Nachfolger der ehemaligen Volksschulen nur noch Grundschulen (Primarstufe, Klasse 1 bis 4) und Hauptschulen (Sekundarstufe I, Klasse 5 bis 9, später 10).

Nach der Auflösung der Evangelischen Volksschule wurde am Gallenberg die einzige Evangelische Grundschule in Olpe mit anfangs zwei Klassen eingerichtet (Schulleiter Hans Stupperich, später Werner Bäcker). Nach einem Jahr wurde die evangelische Grundschule in eine Gemeinschafts-Grundschule umgewandelt. Gleichzeitig wurde im Gebäude der Gallenbergschule zusätzlich eine Katholische Grundschule (Schulleiter Werner Hille, später Heinrich Thöne und Sigrid Steffens) für die Kinder etabliert, die zum Einzugsbereich der ehemaligen Katholischen Volksschule am Imberg gehörten. Denn im Gebäude der ehemaligen Katholischen Volksschule Am Imberg wurde ab 1968 die Gemeinschafts-Hauptschule Am Imberg eingerichtet, die später wegen des Rückgangs der Schülerzahlen mit der Katholischen Hauptschule Hakemicke zu einer Gemeinschafts-Hauptschule zusammengelegt wurde und nur noch in dem damals neu errichteten Schulgebäude in der Hakemicke untergebracht war. In das Gebäude der Imbergschule zog die Pestalozzi-Schule ein.

Alte Pläne der Stadtverwaltung, die beiden Grundschulen am Gallenberg zu einer Gemeinschafts-Grundschule zusammenzulegen, scheiterten am energischen Widerstand vor allem katholischer Bürger. So arbeiteten beide Grundschulen selbständig und unabhängig, teilweise in Konkurrenz miteinander, bis 2002 am selben Standort mit zwei Schulleitern und zwei Kollegien. Eine räumliche Trennung gab es im historischen Gebäude nicht. Klassenräume der einen lagen neben Klassenräumen der anderen Grundschule. Aber jede der beiden Grundschulen hatte ihr eigenes Lehrerzimmer und eigene Büroräume.

Im Laufe der Jahre war das alte historische Schulgebäude um einen Anbau erweitert worden, später mussten noch 4 Klassenräume in Pavillons geschaffen werden, die auf dem Schulhof aufgestellt wurden. Diese bezog die Katholische Grundschule noch zusätzlich. Anfangs hatte die GGS mehr Schüler als die KGS. Die Verhältnisse verlagerten sich aber immer mehr zugunsten der KGS.

Im Jahr 2001 beschloss der Rat der Stadt Olpe, ein neues Schulgebäude auf dem Gallenberg zu errichten und das zu sanierende alte Schulgebäude in den Neubau zu integrieren, weil bei der maroden Bausubstanz des Anbaus mittlerweile eine Sanierung unwirtschaftlich gewesen wäre. Der Anbau und die Pavillons wurden in den Sommerferien 2002 abgerissen. Aus Kostengründen und weil drastisch sinkende Schülerzahlen den Fortbestand der GGS gefährdeten, wurde auch der Beschluss gefasst, beide Grundschulen am Gallenberg zusammenzulegen. In einem aufwendigen politischen Verfahren wurde in einer Bestimmungswahl (Wahlberechtigt waren alle Eltern der ganzen Stadt Olpe, die im Schuljahr 2002/2003 grundschulpflichtige Kinder hatten.) abgestimmt, welche Schularten am Gallenberg angeboten werden sollten. Es fanden sich genügend Stimmen für eine KGS und eine GGS. Mit der Anmeldung der Kinder im Einzugsgebiet der Gallenbergschulen (Alle Jahrgänge mussten neu angemeldet werden.) fiel die endgültige Entscheidung für eine KGS als einzige Schulart auf dem Gallenberg. Schulleiter der neuen KGS wurde Werner Bäcker, der zuvor die GGS geleitet hatte. Während des Neubaus der Schule war die KGS auf dem Gallenberg bis fast zum Ende des Schuljahres 2003/2004 in einem Container-Provisorium untergebracht, das 2002 auf der Spielanlage am Rhoder Weg errichtet wurde. Zu Beginn des Schuljahres 2004/2005 wurde das neue Gebäude seiner Bestimmung übergeben.